Was bewirkt das Raumkonzept Schweiz von 2012? Wie weit sind seine Inhalte bekannt? Ein Bericht zeigte nach fünf Jahren den Stand der Umsetzung auf.
Agglomerationsstrategien TG, SG, VS
Die Agglomerationsprogramme zu steuern und fristgerecht umzusetzen, ist für viele Kantone eine Herausforderung. Entscheidend sind passende Strukturen und Prozesse sowie die finanziellen Rahmenbedingungen.
Wenn sich mehrere Generationen von Agglomerationsprogrammen überlagern, wird es komplex und unübersichtlich. Deshalb löste der Kanton Thurgau die Erarbeitung einer Agglomerationsstrategie aus. BHP erarbeitete die Strategie in mehreren Etappen und in enger Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern. Sie enthält Massnahmen zur wirksameren verwaltungsinternen Steuerung sowie zur besseren politischen Abstützung der Agglomerationsprogramme.
Der Kanton St. Gallen stand bei der Weiterentwicklung und Umsetzung seiner fünf Agglomerationsprogramme nicht zuletzt vor der Herausforderung, wie sich die Programme angesichts der begrenzten Ressourcen termingerecht umsetzen lassen; auch galt es, die Zusammenarbeit innerhalb der Kantonsverwaltung und zwischen Kanton und Regionen zu optimieren. BHP erstellte gestützt auf Interviews und Workshops eine Auslegeordnung zum Handlungsbedarf und unterstützte den Kanton bei der Erarbeitung von Lösungsansätzen und Massnahmen. Zusammengefasst wurden die Erkenntnisse in einem «Handbuch Organisation und Prozesse Agglomerationsprogramme».
Im Kanton Wallis sind die Agglomerationen federführend für die Agglomerationsprogramme. Der Kanton begleitet und unterstützt die Agglomerationen partnerschaftlich. Die Strukturen, Prozesse und finanziellen Rahmenbedingungen auf kantonaler Stufe genügen den heutigen Anforderungen nicht mehr. BHP unterstützt den Kanton zusammen mit dem Partnerbüro Archam bei der Erarbeitung einer kantonalen Agglomerationsstrategie. Dabei gilt es, die Rolle des Kantons bei der Unterstützung der Agglomerationen und die kantonsinternen Prozesse zu klären.
In allen drei Kantonen war von BHP eine Kombination von inhaltlicher Arbeit und Organisationsentwicklung gefragt. Es ging darum, in engem Austausch mit den kantonalen Stellen bewährte Methoden und Strukturen aufzugreifen und weiterzuentwickeln, um insgesamt eine Verbesserung zu erzielen. Unterschiedliche Sichtweisen innerhalb der Kantonsverwaltung waren dabei ebenso zu integrieren wie die unterschiedlichen Perspektiven von Kanton und Agglomerationen.
Leistungen BHP Raumplan
Agglomerationsstrategie Kanton Thurgau,
Standortbestimmung Agglomerationspolitik Kanton St. Gallen,
Agglomerationsstrategie Kanton Wallis
Auftraggebende
Kantone Thurgau, St. Gallen und Wallis
Projektdauer
Thurgau: 2015 – 2016
St. Gallen: 2017 – 2018
Wallis: 2022 - 2024