Wie lässt sich eine Neubebauung mit einem national geschützten Dorfbild (ISOS national) im Umfeld versöhnen? In Langnau hat ein zweistufiges qualitätssicherndes Verfahren den Weg für eine hochwertige Transformation vorgegeben.
Wegmühle Bolligen
Dank der geplanten Mischnutzung eröffnet sich die Chance, das traditionsreiche Areal beim Dorfeingang von Bolligen mit seiner ikonischen Gebäudegruppe zu beleben und langfristig aufzuwerten.
Das unmittelbar südlich des S-Bahn-Bahnhofs Bolligen gelegene Wegmühle-Areal besteht im Wesentlichen aus dem historischen Mühlengebäude, einem Herrenhaus (Campagne) und späteren Getreidesilos. Mittels einer Testplanung unter Einbezug der Kantonalen Denkmalpflege liess die Eigentümerschaft mögliche Entwicklungen des Areals und der Gebäude analysieren.
In der Folge wurde ein interdisziplinär zusammengesetztes Bearbeitungsteam beauftragt, das die Essenz aus der Testplanung zu einem Richtprojekt weiterentwickelte. Gestützt darauf legte BHP die Schlüsselelemente für die planungsrechtlichen Vorgaben fest und erarbeitete die Änderung der baurechtlichen Grundordnung. Die Umzonung des ehemaligen Industrieareals in eine Zone mit Planungspflicht (ZPP) gewährleistet den baurechtlichen Rahmen für die koordinierte Entwicklung der historischen Parzellen. In einem nächsten Schritt wird das Richtprojekt zu einem Bauprojekt konkretisiert. Auf Basis der ZPP-Bestimmungen und des Richt- bzw. Bauprojekts erarbeitet BHP die Überbauungsordnung.
Leistungen BHP Raumplan
Erarbeitung ZPP und Überbauungsordnung, Begleitung Planerlassverfahren
Auftraggebende
Einwohnergemeinde Bolligen
Mühle Walther AG, Bolligen
Projektdauer
2020 – laufend (ZPP beschlossen 11/2023)
Zusammenarbeit mit
kpa architekten Bern ag / Bellorini Architekten AG (Architektur/Städtebau)
weber+brönimann landschaftsarchitekten ag (Landschaftsarchitektur)
Grolimund + Partner AG (Lärmuntersuchungen)
Metron Bern AG (Verkehrsplanung)
GECKO Communication AG (Kommunikation)